07.06.2012

Wasserzähler muss nicht unbedingt geeicht sein

„Ein Vermieter kann auch die Werte eines ungeeichten Wasserzählers für die Nebenkostenabrechnung verwenden. Allerdings muss er beweisen, dass der Zähler zuverlässig misst. Ein Wasserzähler muss korrekt messen aber nicht zwingend geeicht sein. Auch ein ungeeichter Wasserzähler kann Grundlage für eine zulässige Nebenkostenabrechnung sein. Voraussetzung: Der Vermieter beweist, dass das Messgerät zuverlässig gearbeitet hat, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH; Az.: VIII ZR 112/10). Messwerte von ungeeichtem Wasserzähler verwendbar Im verhandelten Fall blieb der Wasserzähler einer Mietwohnung zwei Jahre lang ungeeicht. Die Betriebskostenabrechnung ergab eine Nachzahlung zu Lasten des Mieters - das wollte dieser nicht akzeptieren. Er argumentierte, die ermittelten Messwerte seien unverwertbar, demzufolge dürfe der Vermieter die Kosten für Wasser und Abwasser gar nicht berechnen. In diesem Fall hätte die Abrechnung sogar ein Guthaben zu Gunsten des Mieters ergeben. Die Richter gaben letztinstanzlich dem Vermieter Recht. Dieser habe nachweisen können, dass der Wasserzähler korrekt gemessen habe, indem er die Prüfbescheinigung einer staatlich anerkannten Prüfstelle vorlegte. Der Vermieter konnte demzufolge auch ohne Eichung beweisen, dass die Abrechnung korrekt war.“